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Der andere Mohler Lesebuch für einen Selbstdenker - Armin Mohler zum 75. Geburtstag Hrsg. von Ulrich Fröschle, Markus Josef Klein und Michael Paulwitz 334 S., Ln., 238 x 166 mm,
EUR 20,-- / Sfr 40,-- Kurztext Wenn sich Ernst Jünger und Eckhard Henscheid, Hans-Joachim Arndt und Werner Schmalenbach, Paul Noack und Robert Hepp zwischen denselben Buchdeckeln zusammenfinden, muß der Anlaß schon ungewöhnlich sein. Der Schweizer Publizist Armin Mohler, zu dessen 75. Geburtstag im April 1995 dieses "Lesebuch für einen Selbstdenker" vorgelegt worden ist, verfügt offenbar auch ohne etablierten Lehrstuhl über einen genügend großen Kreis an Freunden und "Schülern", um eine solche "Festschrift" vielseitig zu füllen. "Der andere Mohler" - schon durch dem Titel deuten die Herausgeber an, daß mit Etiketten wie "Vordenker der Neuen Rechten" allein dem Jubilar nicht gerecht zu werden ist. So zeichnen die Beiträger ein facettenreiches Bild von Armin Mohler als Kunstkenner und Literaturkritiker, als Frankreichkorrespondent und politischer Publizist, als Ideengeschichtler und Zeitkritiker, der zwischen den beiden Polen seiner "Konservativen Revolution" und der Abrechnung mit der Vergangenheitsbewältigung im "Nasenring" noch einiges mehr an Denkstoff aufgetürmt hat. Die Kontroversen, die er damit angeregt hat, spiegeln sich auch innerhalb dieser nonkon formen "Festschrift" wider - nicht selten widersprechen sich die Autoren einzelner Beiträge diametral. Das Buch selbst zerfällt in zwei Teile - einen ersten, der sich mit Persönlichkeit und Werk Mohlers selbst befaßt, und einen zweiten mit ihm gewidmeten Aufsätzen, in denen eine Reihe von Mohler-Themen wieder auftauchen. Zusammengehalten werden beide Teile durch eine Auswahl von Gästebuchblättern, mit Gedichten und Karikaturen bereichert, die einen Einblick gewähren in die Reichweite des Mohlerschen Freundes- und Bekanntenkreises - von Alfred Andersch und Reiner Brambach bis zu Carl Schmitt, Ernst Jünger und Jacob Taubes. Die Beiträger enstammen nicht nur unterschiedlichen politischen Lagern (auch wenn die "Rechte" natürlich vorherrscht), sondern auch allen Generationen - der Bogen reicht von Ernst Jünger, der seinem ehemaligen Sekretär Auszüge aus seinen Tagebüchern für 1993 widmet ("Siebzig verweht V"), bis zu den Herausgebern selbst, die erst am Beginn ihrer wissenschaftlichen Laufbahn stehen. Die Auswahl der Autoren allein bürgt somit für abwechslungsreiche und herausfordernde Lektüre. |
Wie steht es heute um
Wahrheit und Gewißheit? Alltag, Politik, Geschichte,
Wissenschaft Von Werner Kunze 255 Seiten, kartoniert, Euro
(D) 14,90 / Euro (A) 15,30 / SFr 28,-- Kurztext Wie kommen wir
überhaupt zu wahren Feststellungen, wie können wir
Wahrheit von Unwahrheit unterscheiden? Welche Instrumente
stehen uns dabei zur Verfügung? Wie kommt es, daß
wir mit unserem Verstand in der Lage sind, tief verborgene
Gesetze der Natur aufzudecken ? Woran liegt es, daß
die prachtigen Inseln unseres Wissens unverändert von
einem Meer von Unwissen, Irrtümern, Fehlern und Betrug
umgeben sind? Wie ist es zu erklären, daß wir im
alltäglichen Leben in der Regel so gut zurechtzukommen,
obwohl wir bei genauerem Hinsehen so wenig von der Welt
wissen"? Wo gibt es (scheinbar oder tatsächlich)
unüberwindliche Grenzen für menschliche
Wahrheitssuche? Das Buch geht in einem
breiten Bogen der Frage nach, mit welcher Art von Wahrrheit
und mit welchem Grad von Gewißheit wir heute im Alltag
sowie in Bereichen wie Mathematik, Naturwissenschaften,
Philosophie, Politik, Geschichte, Erziehung, Recht, Religion
rechnen können. Aut Deus - Aut
Nihil Von Franz Riedweg (Schriftenreihe der Liga
Europa) 199 S., Br., 206 x 137 mm,
EUR 12,-- / Sfr 23,-- Kurztext Wer heutzutage seinem Buch
einen lateinischen Titel gibt, signalisiert schon damit,
daß er hohe Ansprüche an Geist und Bildung zu
stellen gewillt ist. Um so mehr, wenn dieser Titel eine
kompromißlose, herausfordernde Aussage enthält:
Gott oder gar nichts. Falsche Toleranz braucht man hier
nicht zu suchen; hier verficht einer einen festen
Standpunkt. Riedwegs Standpunkt ist das katholische
Christentum. Eines, das alle geistigen Kapazitäten des
Menschen beansprucht. Abseits der Harmlosigkeit der
Kirchentagsschäfchen, die veräng stigt tagespoli
tischen Parolen nachlaufen, ist Riedwegs Christentum
anthropologisch fundiert: Sein Menschenbild, das Riedweg
wegen des transzendenten Bezuges das vierdimensionale nennt,
steht unversöhnlich gegen das fragmentarische,
"dreidimensionale" Menschenbild der
säkular-materialistischen politischen
Erlösungsreligionen unseres Jahrhunderts, deren Wege
allesamt in den Totalitarismus führen. Riedweg geht
jedoch grundsätzlicher vor als frühere
Totalitarismus-Thesen: Faschismus, Nationalsozialismus,
Sozialismus/Kommunismus und Liberalismus sind für ihn
allesamt Ergebnisse eines Menschenbildes, "das den einzelnen
aus der Geborgenheit und dem Schutze überragender, in
einer höheren Dimension ruhender Ordnungen entlassen
hat". Von hier aus gelangt der
Autor zu brisanten zeitgeschichtlichen Neubewertungen: Er
trennt die Praxis des "Hitlerismus" von der Programmatik des
Nationalsozialismus und nimmt für die Anhänger des
letzteren in Anspruch, was heutzutage jedem Kommunisten
bereitwillig zugestanden wird - die Anerkennung seine
ehrlichen Wollens zum Guten. Franz Riedweg, der
- Schweizer von Geburt - den Zweiten Weltkrieg in
ranghoher Verwendung bei einem wesentlich aus
europäischen Freiwilligen bestehenden Panzerkorps
mitmachte, bricht hier vor allem eine Lanze für die
"gläubige und opferfreudige Jugend" aller
europäischen Nationen, deren Freiwillige auf deutscher
Seite kämpften, weil sie im nationalsozialistischen
Aufruf zum Abwehrkampf gegen den Bolschewismus einen Ausweg
aus dem Säkularismus er blickten. Riedwegs
Ausführungen bieten Anknüpfungspunkte in viele
Richtungen. So trifft sich seine Charakterisierung des
Sowjetkommunismus als Fremdimport aus westlich-materia listi
schem Geist mit den Kerngedanken der russischen
Neo-Slawophilen und ihres geistigen Hauptes, Solschenizyn.
Seine Schlußfolgerung klingt wie ein prophetischer Kom
mentar zur gegen wärtigen Entwicklung in Europa: "Es
gibt weniges, was so unerwünscht, ja gefährlich
für den euro-asiatischen Kulturraum wäre, wie eine
Einheit unter dem Vorzeichen des Säkula
rismus-Liberalismus westlich-transatlantischer
Prägung." Dr. med. Franz Riedweg,
geb. in Luzern/Schweiz, ist Präsident der Liga Europa,
die 1968 in München als Aktion für ein Vereintes
Europa auf betont christlich-ökumenischer Basis
gegründet wurde. Seine Privatpraxis für
Endokrinologie und seine Forschungen auf diesem Gebiet
genießen internationales Ansehen.
Aschau 2002, lSBN 3-928906-13-5
Wir dürsten nach Gewißheit und suchen trotz
aller Rückschläge unverdrossen nach der Wahrheit.
Dennoch erleben wir ständig Unsicherheit, Unwahrheit,
Zweifel.
Wenn wir uns ein wenig mit Wahrheit und Gewißheit
beschäftigen, erkennen wir sehr bald, daß wir es
entgegen dem ersten Anschein mit gar nicht so einfachen
Begriffen zu tun haben. Es tritt uns nämlich ein
Bündel von erstaunlichen Fragen entgegen, wie zum
Beispiel:
Ende des
Materialismus
Bruchsa 1995, ISBN 3-928906-21-6
Franz Riedweg entwirft in seinem Buch "Gott oder gar
nichts" vom festen Standpunkt des katholischen Denkers aus
sein anthropologisch fundiertes christliches Weltbild. Die
"Existenzkrise der späten Neuzeit" führt er auf
das fragmentarische Menschenbild der Aufklärung
zurück, das Liberalismus, Kommunismus, Faschismus und
Nationalsozialismus gleichermaßen zugrundeliege. Den
Ausweg aus dieser Krise des säkularen Materialismus
sieht Riedweg nicht im Sieg des westlichen Liberalismus
über den ihm artverwandten Kommunismus, sondern in der
Überwindung des auf das Individuum fixierten autonomen
Menschenbildes und der Wiedereinsetzung des
"vierdimensionalen" christlich-johanneischen Menschenbildes,
das dem Menschen mit der "vierten Dimension" des Logos den
transzendentalen Bezug und die Einbindung in höhere
Ordnungen zu rückgibt.
Band I: Die Reichsidee
1918-1945 Von Hans-Georg
Meier-Stein 512 Seiten, geb., Ln., EUR
34,85 / SFr 68,- Kurztext Nach dem Verlust des Ersten
Weltkrieges, dem demütigenden Friedensschluß von
Versailles und in den deprimierenden 20er Jahren, als das
revanchistische Verjalten der Sieger, der politische und
wirtschaftliche Niedergang erschreckende Formen annahmen,
wurde der Reichsgedanke für konservative und
nationalistische Intellektuelle und Gruppierungen zum
politischen Mythos. Die geschichtliche Legitimation dazu
suchte man im Heiligen Römischen Reich Deutscher
Nation, denn das Erste Deutsche Reich hatte die Aura des
Sakralen und Imperialen, an dem es dem vom
bürgerlich-materialistischen Geist getragenen
kleindeutschen Bismarck-Reich und erst recht der Weimarer
Republik fehlte. Die entscheidende Bedeutung der Reichsidee
lag darin, daß sie dem Krisenbewußtsein, das die
deutsche Gegenwart beherrschte, einen positiven Sinn gab.
Durch den Glauben an das Reich wurden nicht nur Erinnerungen
an eine gloriose Vergangenheit wachgerufen und die
Verbundenheiten mit der deutschen Geschichte lebendig,
sondern auch der Wille geweckt, sich trotz allem zu
behaupten und Hoffnungen auf eine bessere Zukunft der Nation
begründet. Es gabe bisher keine Arbeit,
die sich umfassend mit der Reichsidee als politischer
Konzeption, mit ihren kulturellen und ästhetischen
Implikationen beschäftigt hat. Die vorliegende Arbeit
soll beitragen, diese Lücke zu schließen. Im
ersten Kapitel wird zunächst versucht, Reich" als
dialektischen Begriff zu fassen, weil das Reich"
gemeinhin als Gegenentwurf zur politischen Realität der
Weimarer Republik verstanden wurde. Es lag auf der Hand, die
Untersuchungen der Reichsideen im deutschen Nationalimus und
im Nationalsozialismus daran anzuschließen. Es fehlte
bisher an einer wissenschaftlichen Arbeit, die sich auch nur
ansatzweise mit dem Reichsgedanke zur Zeit der NS-Diktatur
auseinandergesetz hat. Desgleichen gab es bisher auch keine
wissenschaftliche Untersuchung über die Vorstellugen
vom Reich als deutscher Föderation, wie sic sich am
Ende des 19, Jahrhunderts aus der Schule der Romantik heraus
entwickelten. Von hier aus wird im Buch eine Brücke
geschlagen zum Reichsgedanken im deutschen politischen
Katholizismus. Im abschließenden Kapitel geht es
darum, die Begründungen des modernen Reichsgedankens
mit der mittelalterlichen Tradition zu untersuchen.
Schließlich hielt es der Verfasser für geboten,
auf die Frage einer möglichen Renaissance des
Reichsgedankens in rechtsintellektuellen Publikationen seit
den 80er Jahre einzugehen. Zurück zur
Natur? Biologie im Spannungsfeld von
Politik und Kultur Von Werner Kunze 360 Seiten, Hardcover, EUR
14,90 / SFr 28,-- Kurztext Die moderne Biologie steht
schon seit einigen Jahren zunehmend im Mittelpunkt nicht nur
des wissenschaftlichen, sondern auch des öffentlichen
Interesses. Alle Auguren gehen davon aus, daß das 21.
Jahrhundert von der Biologie und der Kommunikation
geprägt sein wird. Bei der Biologie handelt es sich vor
allem um die Gentechnologie und die Erforschung der
biologischen Grundlagen unseres Verhaltens. Die
komplizierten Probleme der Überbevölkerung, einer
universalen Ethik und das Zusammenleben und Regieren von
immer mehr Menschen auf dieser Erde, lassen sich ohne
Kenntnis der biologischen Wurzeln nicht lösen. Aber
nicht nur von dieser hohen Warte aus, auch und gerade
für das Leben des Einzelnen werden die Aussagen und
Erkenntnisse der Biologie immer wichtiger. Nur wer die
inneren Motive seines Verhaltens kennt, vermag es zu
steuern. Nun ist die erst wenige Jahrzehnte alte, konsequent
evolutionäre Deutung unseres Verhaltens, meist noch zu
wenig bekannt. Und dies trotz vieler aufschlußreicher
und einleuchtender Forschungsergebnisse. Dies hängt, in
Deutschland mehr als in den USA, mit dem Argwohn und
Widerstand zusammen, der von politischer, ideologischer und
kultureller Seite dem Neuling Biologie entgegengebracht
wird, der auch noch zumeist unbeliebte Botschaften
verkündet. Es geht schließlich um eines der
fundamentalsten Themen, nämlich das Menschenbild. Auch
wenn sich die Vorstellungen über den Menschen und sein
Wesen im Laufe der Geschichte immer wieder gewandelt haben,
geht die Politik stets von einem bestimmten, oft
dogmatischen Menschenbild aus. Darauf bauen ganz konkrete
und praktische politische Entscheidungen bis hin zur
Erziehung, zum Strafvollzug und vielen Themen der
Gesellschaftspolitik. Konflikte mit der Biologie, die der
Politik oft nicht nach dem Munde redet, sind daher
vorprogrammiert. Die von der Biologie
erörterten Fragen zum einen und die Auseinandersetzung
mit der Politik und den Gegnern auf der anderen Seite sind
kaum mehr zu überblicken, von Laien erst recht nicht.
Das Verdienst des Autors liegt darin, diesen weiten Bogen zu
spannen. Er verschafft sowohl eine Übersicht, als auch
ganz konkrete Einblicke in die überraschenden
Entdeckungen der modernen Biologie, die auch jeder
interessierte Laie verstehen kann. Und dabei wird es
spannend, wie immer wenn es um uns Menschen geht.
Das mittelalterliche Rich als Idee nationaler
Erneuerung
Aschau 1998, ISBN 3-928906-22-4
Dem Reichsgedanken der deutschen Nationalisten der Jahre
1918-1945, also ziwschen den beiden deutschen Niederlagen,
ist auf wissenschaftlich-historischer Weise der Autor in
einer ungemein fleißigen Arbeit nachgegangen. Der Band
stellt vor allem auch eine reiche Zitatenfundgrube
dar.
Aschau 2000, lSBN 3-928906-20-8
Themen der modernen
Biologie haben inzwischen eine breit angelegte
öffentliche Diskussion gefunden. Der Autor verschafft
einen besonders auch für Laien lesbaren Überblick
über die nicht immer einfachen Gebiete wie
Gentechnologie und das evolutionäre Erbe unseres
Verhalten. Er legt besonderes Augenmerk auf das dadurch
unvermeidliche, vorder- und hintergründige
Spannungsfeld mit überlieferten politischen,
ideologischen und kulturellen Menschenbildern.
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